Folge 41: von Bundeswehr bis hin zu eindrucksvolle Erlebnisse
Shownotes
Was macht ein starkes Team wirklich aus? Und warum lassen sich die prägendsten Erlebnisse im Leben nicht einfach wiederholen?
Fabian berichtet von einem außergewöhnlichen Lehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr mit dem Schwerpunkt werte- und leistungsbezogene Persönlichkeitsentwicklung. Gemeinsam mit seiner Gruppe verbrachte er mehrere Tage im Gebirge – eine intensive Erfahrung, die körperlich und mental forderte.
Besonders bemerkenswert: Nur wenige Wochen nach einem Schlüsselbeinbruch Anfang Mai nahm Fabian am Lehrgang teil. Trotz der Verletzung war er kein Außenseiter oder Mitläufer, sondern ein vollwertiger Teil der Gemeinschaft. Im Mittelpunkt stand dabei nicht der Druck, mit allen mithalten zu müssen, sondern gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und das gemeinsame Bewältigen von Herausforderungen.
Wir sprechen darüber, was echte Teamdynamik ausmacht und warum genau diese Erfahrungen auch im Triathlon so wertvoll sind – sei es in einer Trainingsgruppe, mit Trainingspartnern oder im Verein. Denn langfristige Entwicklung entsteht selten allein.
Außerdem diskutieren wir eine spannende Frage: Kann man außergewöhnliche Wettkämpfe oder besonders eindrucksvolle Erlebnisse überhaupt wiederholen?
Unsere Antwort lautet ganz klar: Nein. Wer versucht, einen perfekten Wettkampf oder einen besonderen Moment exakt zu reproduzieren, wird meist enttäuscht. Die Umstände, die eigene Entwicklung und die Emotionen sind nie dieselben. Wirklich erfüllend wird es erst, wenn wir aufhören, Vergangenem hinterherzulaufen, und stattdessen offen für neue Erfahrungen sind – denn genau darin liegt oft das Potenzial für den nächsten unvergesslichen Moment.
Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen zur Folge Nummer einundvierzig von In The Sound Podcast.
00:00:12: Und ein altbekannter Gast, mir ging über und altbekannte Host, wir gehen über Fabian.
00:00:19: Schön dass du wieder da bist!
00:00:20: Wie geht's dir?
00:00:21: Ja ich hatte ja eine kleine Pause gemacht bzw war eine Runde nicht dabei.
00:00:25: Mir geht es sehr gut.
00:00:27: Es ist viel passiert in den letzten Wochen und das auch der Grund warum mich einmal aussetzen musste.
00:00:32: Ich war nämlich im Gebirge auf einer Geburtsreise für
00:00:37: dich.
00:00:38: Wunderwunderarbeit!
00:00:39: Die
00:00:40: Geburgsreise hört sich sehr niedlich an, das war aber das Gegenteil.
00:00:45: ich weiß gar nicht ob ich das in der Folge hier schon mal erzählt habe.
00:00:47: Ich bin seit Anfang des Jahres Reserve-Offizier bei der Bundeswehr von der Führungsakademie Hamburg.
00:00:56: Es ist eigentlich eine ganz interessante Geschichte weil letztendlich die ihren Ursprung im Sport hatte.
00:01:01: ich bin über ein Forschungsprojekt was ich damals ... aus, Ausneinsabnein abgeleitet habe.
00:01:07: Wo es ein bisschen um das Thema soziale Identität ging... ... bin ich in Kontakt mit der Bundeswehr gekommen weil ich mich mit einigen Generieren dort ausgetauscht hatte und über diese Gespräche bin ich ... ... dozent geworden an einer Führungsakademie in Hamburg und hab mich dann ... ... Mitte letzten Jahres auf einen ausgeschriebenen Dienstposten beworben und bin jetzt Reserveoffizier.
00:01:28: Das heißt ich kann einen bestimmten Teil meiner Zeit im Jahr an einer ... arbeiten und dort das tun, was ich eben auch hier mache im Haus auf Leadership.
00:01:38: Also wenn es um das Thema ja bei der Bundeswehr heißt es Werte- und leistungsbezogene Persönlichkeitsentwicklung.
00:01:44: Und da hatte ich jetzt meinen ersten Einsatz in dem Gebirge
00:01:49: Als Flachländer als Hamburger, aber du gesagtest an der Führungskatemie in Hamburg und er geht's Wandern im Gebirg trifft sie gut?
00:01:56: Ich bin eine Führungsakademie eingesetzt in den Hochwert-Lehrgängen, so heißt das.
00:02:00: Also die Führungsakademie ist eine Kommandobehörde
00:02:03: d.h.,
00:02:04: sie untersteht direkt dem Bundesverteidigungsministerium und an der Führungskademie finden all die Hochwertlehrgänge statt.
00:02:09: also alle Leute beispielsweise, die Stabsoffiziere werden wollen.
00:02:13: Also die vielleicht nicht so in den ganzen Dienstgraden sich auskennen also alles das was Hauptmann... Was Major und da drüber ist.
00:02:22: Also Major oberst, Leuten und Obers.
00:02:24: Das sind Stabsoffiziere.
00:02:26: Wer das irgendwann mal werden will der muss ein Basis der Stabs-Offizier machen.
00:02:28: Da bin ich dozent auch zum Thema Führung Selbstmanagement, Selbstregulation.
00:02:33: Und dann gibt es noch den hochwertigsten Lärmgang der Führungsakademie.
00:02:40: Generalstabstärkern, LGRN-Stil für Lehrgangs generelle, admirale National.
00:02:44: Und der geht.
00:02:45: und am Anfang habe ich gedacht das ist ein... also ich hab das gehört, er geht zwei Jahre!
00:02:50: Und dann meinte ich so okay, geht es zwei Jahre?
00:02:52: Wie oft sind die denn hier?
00:02:54: Ja, zwei Jahre.
00:02:55: Also der geht zwei jahre Vollzeit dieser Lehrgang und der richtet sich eben an jene Stabsoffiziere, also Leute, die schon mindestens mal Major sind, die das Potenzial haben general zu werden um generell werden zu können.
00:03:09: Also du wirst es nicht automatisch, aber du musst halt diesen Lehrgang gemacht haben und der geht eben zwei Jahre und ist Vollzeit in Hamburg.
00:03:16: egal wo du vorher verwendet oder stationiert warst bist du jetzt zwei Jahre in Hamburg Und quasi in der Mitte.
00:03:23: nach einem Jahr findet diese Gebirgsreise statt und da geht der gesamte Lehrgang ins Gebirge.
00:03:28: Wir waren jetzt bei den Gebirgshägern im Bad Reichenhall und verbringt dort eine Woche lang mit Maschieren.
00:03:39: Wir haben dort unterschiedliche Stationen erlebt, wo wir dann ausgebildet wurden.
00:03:44: Also wie klettert man?
00:03:45: Wie seilt man sich ab und auf?
00:03:48: Wir haben Mulis kennengelernt.
00:03:50: Also Mulis sind Kreuzungen von Mauritien und Esel.
00:03:54: Und da arbeiten die Gebirgsjäger mit.
00:03:56: Ja das war eine... und wir sind halt extrem viel marschiert!
00:03:59: Also wie der Name schon vermuten ist Gebirge also nicht gerade sondern Haufen da.
00:04:04: Das war schon eine heiße Nummer.
00:04:06: Warst du als Ausbilder dabei oder als Teilnehmer, sag ich jetzt mal?
00:04:11: Also
00:04:11: ich war als beobachtender Ausbildter dabei und der Lehrgang wendet sich ja an zukünftige Generäle die natürlich viel inputfachlicher Art bekommen.
00:04:23: also was das Thema Kriegsführung gerecht außenpolitik also alles dass was es du eben als Grundverständnis haben musst um später general zu werden.
00:04:33: Aber es geht eben auch um das Thema Führungskräfteentwicklung.
00:04:36: Also die Führungskraft an sich soll auch entwickelt werden und Teil dieser Reise ist, dass diese Menschen Aufgaben vorher bekommen haben zum Thema Selbstführung, die wir dann gemeinsam bewegt haben.
00:04:48: Also Sie hatten dann... Wir haben immer in den Märchen so das den Ging Gespräche geführt und einfach Dinge reflektiert, die Soldaten vorher schon in der Ausbildung mit auf dem Weg bekommen haben.
00:05:02: Also war ich sozusagen, ich war sozusagen so eine Mischung.
00:05:05: Ich habe alles mitgemacht.
00:05:06: das war auch wichtig und es war glaube ich die Ansage als es hieß wir brauchen Leute von der Führungsakademie die die Gebirgsreise begleiten aber die müssen eben auch so fit sein dass sie die Reise durchhalten.
00:05:18: nur für mich war das auch nach dreißig Jahren.
00:05:21: also ich hab heute vor drei Jahren meine Grundausbildung bei der Bundeswehr gemacht.
00:05:24: Nach dreizig Jahren habe ich natürlich jetzt ich will nicht sagen vieles verlernt aber das war jetzt auch nicht kein militärischer Drill unter militärischen Rahmenbedingungen.
00:05:33: Also teilweise vier, dreißig aufstehen, fünf Uhr aufstehend, fünf uhrdreißig abmarsch.
00:05:38: Du hattest dann vorgegebene Essenszeiten auf den Hütten wenig Platz Schlafen im Schlagsack, also mehr Bettzimmer oder diese Matratzenlage.
00:05:47: Es war schon sportlich!
00:05:50: Und dann haben sie gefragt, wer ist fit?
00:05:51: und da hat sich der Farbe nach dir.
00:05:53: Ich finde seit erster Fünften habe ich nichts mehr gemacht, weil ich verletzt bin.
00:05:59: Wie war das für dich denn?
00:06:00: Als Weckli, weil du jetzt mit Sicherheit nicht voll im Saft stehst.
00:06:03: Klar die Grundfitness, die hast Du.
00:06:05: Die ist echt saugut.
00:06:06: aber wie war es dann?
00:06:09: Also, das ist ein guter Punkt.
00:06:10: Ich habe mir am ersten Mal da Schlüsselbein gebrochen und hatte dann auch gleich gesagt nach dem Unfall so hey mit der Gebirgsreise kann ich noch nicht genau sagen und ich hatte ja jetzt auch unterschiedliche Untersuchungen noch mit dem Röntgen ob wie es aussieht und die Knochen stehen gut zueinander und da ist kein Knochenspalt mehr erkennbar.
00:06:29: und das war für mich so der Grund.
00:06:30: okay.
00:06:30: also für mich war einfach wichtig du musst jeden Tag einen Marschhocksack tragen mit acht Kilo Und ich habe noch eine Wasserblase hinten drin gehabt mit Flüssigkeit.
00:06:38: Ich wusste nicht, kann ich diesen Rucksack überhaupt tragen?
00:06:41: Also ich hatte Respekt davor aber ich bin super mitgekommen und ich glaube dass man am Ende dann hat er neulich auch ein Athlet zu mir gesagt nur Adimann Meinte, am Ende verliert man gar nicht so viel in einer Verletzungszeit wie man immer denkt.
00:06:55: Und so war das auch!
00:06:57: Da muss ich sagen, da war ich selbst erstaunt als ich hatte null, gar kein Muskelkater.
00:07:01: Ich hatte ein bisschen Probleme mit dem Rücken weil ja das Lasttragen schon nicht so einfach war.
00:07:06: aber dann muss ich mal sagen einen Lob auf die Bundeswehr haben wir in den letzten Jahren... glaube ich, immer noch vieles falsch gemacht und machen auch immer noch Vieles falsch.
00:07:14: Aber es gibt jetzt einen... Also früher war es so.
00:07:18: dem Vernehmen nach ist es wohl so gewesen dass jede Teilstreitkraft oder auch teilweise jede Waffengattung irgendwie in eigenen Rucksack hatte.
00:07:26: Weil die einen haben gesagt, nee unser Rucksack muss so aussehen und der muss zehn Zentimeter breiter und fünf Zentimeter kürzer sein.
00:07:32: Und irgendwann hat die Bundeswehr gesagt Leute das ist es geht so nicht weil das kostet unfassbar viel Geld.
00:07:36: Es gibt jetzt ab sofort ein Rucksacks und der ist für alle Punktende.
00:07:40: Das ist echt gut mittlerweile oder?
00:07:42: Da greift die Bundesrepublik auf ein schwedisches Produkt zurück.
00:07:44: Das verwenden die Schweden auch.
00:07:46: Ich habe mal geguckt er kostet acht Hundert Euro wenn du ihn den Zivil kaufst.
00:07:50: Der besteht aus einem Hauptrucksack und einem Aufsetzbaren Rucksäck und den hab ich nur dann mit gehabt also tagsüber.
00:07:56: Und der hat so einen krassen Bauchgurt, also krass im Sinne von wenn du den Bauch-Gurt dann umschnallst.
00:08:03: Dann entlastet das den Rücken zu sechzig bis siebzig Prozent.
00:08:06: Das heißt du hast den Rucksack auf, machst den... schließt den Bauchtgurt und denkst so krass!
00:08:12: Du merkst die Last liegt fast vollständig auf der Hüfte.
00:08:15: echt super faszinierend.
00:08:17: Ja, spannend.
00:08:18: Du hast mir dann noch ein Bild geschickt als dir in der Abreise wart.
00:08:22: Das war für mich total befremdlich.
00:08:25: jetzt nicht negativ mein einfach nur jetzt unbekannt das Bild dass ich dich in Montur der Bundeswehr sehe.
00:08:32: Wie fühlt sich das denn für dich an?
00:08:34: Weil es ja keine Alltagskleidung warst du jetzt auch lange raus aus der Bundeswehre.
00:08:39: Ja, es ist schon für mich auch komisch.
00:08:41: Also wir haben verlegt von Hamburg aus mit einer... Siehst das irgendwie mit einer Militärmaschine verlegen?
00:08:46: Das hat aus welchem Grund noch immer dann nicht geklappt.
00:08:48: Wir sind dann hin mit einer mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr geflogen, was eigentlich mega komfortabel war.
00:08:54: Die war auch nicht voll besetzt die Maschine.
00:08:58: Das heißt ich hatte so eine Zweiersitzreihe für mich und du hast Getränke bekommen.
00:09:02: und so zurück sind wir dann mit einer Militärmaschine geflogen, mit einem M-Fhundert M also Airbus Fhundert.
00:09:10: Das war schon krass, auch für mich jetzt so in Uniform zu sein.
00:09:14: Und du hast dann ja auch ... Also alles was du angepackt dabei ist, ist ja militärisch.
00:09:18: also ob das jetzt Unterhemden oder Hosen- oder Regenschutz oder sowas.
00:09:22: Für mich war es nicht unbekannt, ich kenne das ja schon aber sicherlich wieder ungewohnt.
00:09:27: Was ich allerdings interessant finde und das vielleicht ein ganz spannendes Thema für heute, dass sich ähnlich wie das ja in der Triathlonwelt wahrscheinlich auch ist, sehr schnell eine Ich will nicht sagen so eine Homogenisierung einsetzt, also was ich meine ist du fühlst dich halt sehr schnell den Leuten verbunden weil alle sehen irgendwie gleich aus.
00:09:47: Alle haben die gleiche Ausrüstung hier und da gibt es mal kleine Unterschiede.
00:09:50: aber du fühlsst dich sehr schnell als Teil, als gleichwertiger Teil einer Gemeinschaft und das habe ich als sehr angenehm empfunden.
00:09:59: Spannend ja!
00:10:01: Bezüglich der Gemeinschaft, den Gruppengefüge dann nochmal irgendwie was gemerkt, dass du sagst okay du performst einfach jeder performt noch mehr anders also hat das da dann auch wirklich positive Auswirkungen.
00:10:13: Also ich spreche jetzt bloß mal für einen Sport einfach weil es gerade selber viel merkt.
00:10:18: Ich trainiere jetzt immer Dienstags biete ich an Track Tuesday an Für unsere Athleten und auf dem Verein Und da kommt er da jeden Dienstag das gleiche Feedbacks, alleine werde ich es nicht laufen.
00:10:29: Alleine hätte ich jetzt nicht durchzogen, alleine wäre ich nicht so schnell gewesen und am Ende von der Zeit kann sich der Körper anscheinend also scheitert oft dann bloß am Kopf dass ich sage ich laufe das jetzt ein bisschen langsamer wird bin ich alleine und habe vielleicht keinen Track da wo ich es geil irgendwie päsen kann.
00:10:45: ist es dann in dem Spektrum auch so oder in dem Sektor dann auch so was du sagst ja da geht jeder doch nur mal irgendwie einen Schritt weiter und performt noch einmal besser
00:10:54: Ja.
00:10:55: Also jetzt wo du das sagst, ich würde gerne... Vielleicht können wir das mal schon einloggen weil ich habe es mir schon aufgeschrieben parallel nächste Woche nächsten Durchgang etwas machen zum Thema soziale Identität Gruppen im Training.
00:11:07: also wir haben glaube ich ganz am Anfang mal was dazu gemacht.
00:11:09: aber ich würde das gerne vielleicht auch nochmal abgeleitet aus Nine Step Nine nochmal deutlich tiefer aufbohren.
00:11:16: Ich merke dass soziale Gemeinschaften einfach eine unheimliche Kraft bieten weil auch dort Jetzt ging jetzt ja nicht um eine Rangfolge, im Sinne von wer als erster oben auf dem Berg oder so.
00:11:29: Insofern das wäre wahrscheinlich noch mal was anderes gewesen.
00:11:32: ich habe schon gemerkt zwei Sachen.
00:11:34: zum einen dass du mehr mehr im Stande bist zu leisten dadurch dass du Teil der Gruppe bist.
00:11:40: also da gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen zu.
00:11:43: das ist einfach.
00:11:44: sinnvoller ist ein Laufpartner zu haben als keinen zu haben weil du im Zweifel eben überhaupt trainiert oder mehr beziehungsweise besser trainieren als wenn du es alleine machst.
00:11:54: Also das ist das eine und das andere, dass natürlich ein sehr starkes Wir-Gefühl entsteht.
00:11:59: also Leute kümmern sich umeinander.
00:12:01: kann ich dir noch was?
00:12:03: Ich habe keine Ahnung, ich hatte keine Magnesium Tabletten dabei, kam irgendjemand rum und meinte hey willst du einen haben?
00:12:07: Ich hab' noch genug dabei!
00:12:12: Ja, ich weiß es nicht.
00:12:13: Ich habe mich glaube ich echt verschätzt.
00:12:14: Ich hatte nicht genug Wasser mit.
00:12:15: Ich hätte zweieinhalb Liter mit und hab gemerkt, ich laufe aus.
00:12:18: also ich habe nicht mehr genug und dann hat mir jemand halt ein halben Liter gegeben.
00:12:21: und das ist dann wirklich so harte Währung.
00:12:24: was ist harte währung?
00:12:25: Energieriegel, Magnesium Tabletten, Wasser.
00:12:31: da entsteht ein schönes Wir-Gefühl und man selber hat, also ich selber habe auch dann natürlich aus mir selbst heraus das Gefühl gehabt zu hey was kann ich jetzt für den anderen tun?
00:12:40: okay dem geht es gerade nicht so gut der kommt nicht so mit.
00:12:43: Dann wartest du halt auf denen oder sprichst mit ihm?
00:12:47: Ja wir sind am Sonntag also ein paar Tagen sind wir aber rundverfahren.
00:12:51: hier in Regensburg im Zentrum von Bayern will ich mal fast sagen Immer Ende Juli gibt es die Aberrundfahrt.
00:13:00: Das ist ein Berg im bayerischen Wald, ich glaube sogar der höchste an der tschechischen Grenze.
00:13:04: Da fährst du vor Regensburg weg und die große Runde sind ca.
00:13:07: von ca.
00:13:09: viertausend dreihundert Höhenmeter.
00:13:13: Und wir sind die mittlere Runde gefahren mit hundertsebzig Kilometer.
00:13:17: Du kürzt quasi in Endeffekt etwas ab auf der Hundertseppziger-Runde.
00:13:20: Kommst aber, du fährst los mit auf der gleichen Strecke wie die Zwo-Fuchtskahr und fährest wieder dann zurück mit den Zwohundertfuchtzig Kilometerleute.
00:13:28: Das heißt am Ende bist du dann auf einer Streckel wieder unterwegs und wir sehen dann so einen kleinen Gegenanstieg.
00:13:35: Sehen wir wie einer sehr rat schiebt und dann fahren wir halt auf den irgendwann auf überholenden Halt und er schieb gerade zu über die Kuppe drüber.
00:13:41: und das wenn da auch beim Renderer passiert, du schiebst also wirklich... Da musst schon technisch der Defekt oder wie auch immer.
00:13:47: Aber bei ihm war es einfach so, er sagt, er kann nicht mehr.
00:13:50: Er hat Krämpfe!
00:13:51: Es geht nicht mehr!
00:13:52: Er bringt nichts mehr rein, weil irgendwie machen Tama noch hatte und keine Ahnung.
00:13:56: Und ja, was brauchst du?
00:13:58: Ja, aber er ist sehr salzbräuchte.
00:14:00: ich sagte also, ja haben wir dabei Salzerblätten vom Squishy?
00:14:05: Und dann sagt er, jetzt höre ich ein Salz-Tabletten dabei.
00:14:07: Übers der Game-Changer habe ich immer einen Vier und den Pfarrnern rein in die Hand drückt.
00:14:11: Es ist ja nämlich eine Säle.
00:14:13: Die nehmen alle vier auf einmal.
00:14:14: Das sind ablos auch zu einer Milligramm Natrium.
00:14:17: Kannst du alle vier nehmen?
00:14:19: Halt ich noch mehr, dann sah ich dauerhaft jetzt zwei Minuten und dann gehen die Beine schon wieder auf.
00:14:23: Keine Panik!
00:14:24: Und dann sagt er voll der Game Change, das ist richtig geil, es funktioniert ja wirklich.
00:14:29: Das war dann also der Part.
00:14:30: Ja man hilft sich ja gegenseitig wenn irgendjemand was braucht, dann schiebt's uns immer zu.
00:14:36: Er war gerade wieder echt sehr dankbar weil es wäre noch ein langer weiter Weg gewesen.
00:14:39: Es waren schon irgendwie mit sicher nur fünfzig-sechzig Kilometer heim.
00:14:46: Ich erinnere das noch an... Ich habe ja gesagt, also vor dreißig Jahren habe ich meine Grundausbildung bei der Bundeswehr gemacht und es war ein ähnlich krasser Sommer wie dieser hier.
00:14:56: Also das war einfach so unfassbar heiß und ich habe drei Monate Grundausbildung gemacht, aber allgemeine Grundaus Bildung und dann machst du noch SGA, also spezielle Grundaus bildung.
00:15:12: Also das hat mich schon damals an meine Grenzen gebracht, weswegen ich sicherlich auch seitdem ich Triathlon mache.
00:15:17: Es gibt ja einige die vor lauter Ich-Ich-Ich überhaupt nicht mehr in anderen Denken so und für mich ist es irgendwie ein leichtes zu erkennen okay der kann einfach nicht so schnell.
00:15:26: und in dem Lehrgang waren eben auch Leute die natürlich jetzt nicht so fit sind also die jetzt nicht irgendwie Triathlon machen oder so sondern normal sportlich und vielleicht auch einige die eben nicht sportlich waren ... was du dann schon merkst, ein ganz interessantes Phänomen.
00:15:44: Ich weiß nicht ob dir das auch schon mal untergekommen ist... also mir, ich kenne das wirklich gut,... dass du irgendwann über so eine Frustrationsschwelle rüber kommst aus der du da noch nicht mehr rauskommst.
00:15:56: Also wenn du... Wenn du weißt, also du bist dann einfach nur noch am Fluchen.
00:16:01: Wie lange geht denn das noch?
00:16:02: Die Scheiße!
00:16:02: Ich hab keine Lust mehr und so... Und da bringt dann auch eine Pause nichts weil du kannst eigentlich nicht mehr und weiß ich muss jetzt aber noch vierhundert Höhenmeter machen und dann müssen wir den ganzen Quatsch wieder runter.
00:16:12: Da merkst du schon wenn Menschen in so ne Frustschleife oder Frustspirale kommen.
00:16:17: Weißt du was ich meine?
00:16:19: Kenne ich zu gut.
00:16:20: Also ich denke es fängt oftmals mit dem Energiehaushalt an.
00:16:24: Also wenn ich einfach schlecht versorgt bin, ich merke das ja im Alltag.
00:16:27: Wenn jetzt zu wenig ist, dann merk' ich dass mein Frustrationslevel wesentlich höher ist oder die Schwelle wo ich quasi überreagier oder frustriert bin oder genervt und da eine negative Emotionen spürt.
00:16:42: Die ist dann relativ niedrig.
00:16:43: die Schwelle also das merke schon es ist beim Radelfahren oder dem Sport.
00:16:49: Sobald ich dann da irgendwo an oder über meine Grenze komme, ist die Schwelle relativ schnell erreicht.
00:16:55: Und
00:16:59: was machst du denn?
00:17:02: Kennst du diese Grenze und kannst du sie ansteuern?
00:17:05: Bewusst oder kommt ihr irgendwann?
00:17:07: Wie ist das?
00:17:09: Na, da kommst du ja automatisch drüber.
00:17:12: Ich glaub', du kannst dir jetzt nicht per se anschauen und sagst so'ja jetzt bin ich irgendwie genervt und frustriert und jetzt fluche ich rum, ich versuch mich eher runter zu regulieren und mich aufs Wesentliche wiederzubehen.
00:17:22: Aber ich bin schon der Meinung, so Jammern hilft halt nichts.
00:17:26: Das ist was wo ich zum Beispiel relativ wenig damit anfangen kann wenn andere Leute ständig Jammern sehr sehr ändern.
00:17:33: Also dann mach halt... Und auch im Sport, wenn einer eine Jammer sehr sehr dafür haben Trainiert, jetzt auf geht's durch.
00:17:40: Uns geht es allen gerade scheiße.
00:17:41: Das ist zum Beispiel auch so der Track Tuesday.
00:17:43: wenn wir dann zu dritter oder zu vierter laufen und ich sehe dann so im Schatten neben mir von uns drei, vier das eine irgendwie abreißen lässt.
00:17:50: Jetzt auf gehts kommt zielig hin und es geht grad.
00:17:52: alle Scheiße!
00:17:53: Wir sind grade all dem gleichen Brot jeder saffert gerade und da versuche er dann schon dann zum Schauen dass dann irgendwie ins positive umzumünzen Und jetzt nicht irgendwo in die Spirale zu fallen, dass sie ab und zu in das Selbstmittler kommen.
00:18:07: Dass ich frustrierbar bin, dass jetzt das Jammern anfangen oder Schimpfen anfangen, weil ich genau weiß es bringt nichts.
00:18:14: Anders mein Freundin zum Beispiel, Julie, die sagt mir wieder, Sie hat eine Studie gelesen oder kennt eine Studi, in der kommt geht's darum jammern oder schimpfen setzt noch mal zusätzlich energiefrei oder irgendwie so.
00:18:28: Das ist ja eher ein Schimpf von mir aus wenn es besser ist aber...
00:18:32: Also, was ich schon festgestellt habe und das sind ja alles Dinge die ich erzählen kann.
00:18:37: Was sich schon feststellt hat dass du ja unterschiedliche Strategien hattest, was so den Umgang mit ja mit bevorstehendem Stress angeht.
00:18:45: also bei uns war es beispielsweise so wir waren auf dem Schrecksattel Das ist ein Hochgebirgsübungsplatz der Gebirgsjäger denen nun entweder der Seilbahn erreicht und das ist auch keine Zivile, sondern eine Bundeswehr eigene Seilbahnen oder ich glaube die wird von einer Bundeswehr betrieben oder einem Subunternehmer.
00:19:04: Oder du kannst da hochwandern.
00:19:06: also da stehen überall Schilder hier.
00:19:07: Achtung es kann militärische Übungen geben aber das sind trotzdem nicht irgendwelche Zivilisten rumgelaufen.
00:19:12: so und dann war's so dass für Freitag war der runtermarsch sozusagen der Abstieg geplant Und dann eben auch die Verlegung in die Kaserne und der Rückflug nach Hamburg.
00:19:25: So jetzt war es aber so, dass Freitag eine Kaltfront reinziehen sollte mit Gewitter... ...und die Bahn fährt bei Gewitter nicht.
00:19:31: deshalb haben sie gesagt Wir müssen das ganze Gepäck schon am Donners also das ganze Gepeck.
00:19:35: wir haben dann so Kampftragetaschen wo dann sozusagen auf deiner Hütte?
00:19:39: hast du denn deine eigene Tasche?
00:19:40: Wo da ein ganzes anderes Zeug drin ist plus den Rucksack den du dabei hast.
00:19:43: Dann hieß es wir müssen das Ganze Gepät muss schon Donnerstag runter gebracht werden wegen der Einziehenden-Kaltfront.
00:19:48: Das wiederum hieß Am Donnerstagmorgen um sieben Uhr dein Gepäck abgeben musstest und hatt es dann für die nächsten Sechsten, dreißig Stunden.
00:19:55: halt nur noch das was du bei dir hattest.
00:19:57: So plus der Rückmarsch wurde auf fünf uhrdreißig vorverlegt.
00:20:01: Das heißt wir mussten dann um vier Uhr aufstehen und sind dann um Fünf Uhr Dreißig ins Tal abmarsiert um diesen Gewitter aus dem Weg zu gehen.
00:20:07: Und du hast schon gemerkt, dass es ist ähnlich wie beim Iron Man oder bei einer langen Distanz.
00:20:12: Oder auch wahrscheinlich bei einer olympischen.
00:20:13: aber ich denke mal je länger die Distanzen werden Du siehst halt wie unterschiedliche Menschen unterschiedliche Strategien haben mit dem was Sie jetzt gerade vor sich haben umzugehen.
00:20:23: der eine wird leise der andere wird laut.
00:20:25: Es gibt Leute die unterhalten sich rauchen eine trinken noch was.
00:20:28: es gibt Leute sitzen irgendwo in der Ecke ganz in sich gekehrt gucken auf den Boden weil sie wissen so hey das könnte jetzt eine könnte jetzt ein anstrengende Nummer werden.
00:20:36: weiß was ich meine?
00:20:38: Ja, ja.
00:20:38: Also finde ich merkst du auch wenn du jetzt in der Gruppe rat fährst und auf einmal wird es leise dann weißt du das halt genau.
00:20:43: klar ist irgendwie so als Atmen dann nicht mehr so leicht.
00:20:46: aber es ist dann eher schon so dass ah vor Ort wirds anstrengen und jetzt habe ich keine Bock mehr oder wie auch immer.
00:20:51: also das glaubt das leise werden ist da ganz ganz oft so in der gruppe.
00:20:56: Und bei uns ist das immer so wie.
00:20:58: es gibt eine Gurtrast nennt man das?
00:21:00: Also beim Mulis gibt es eine Gortrast weil wenn mulis also die Kreuzung aus Esel und Pferd werden bei den Gebirgsjägern benutzt, um schwere Lasten in unwegsamem Gelände von A nach B zu bringen.
00:21:13: Und das eben da wo keine Autos mehr fahren können und wo du einfach keine anderen Hilfsmittel nutzen kannst.
00:21:19: So ein Muli kann bis zu hundert Kilo Gepäck tragen.
00:21:21: Das kann Verpflegung, das kann Munition, das ist aber auch ein verwundeter sein.
00:21:28: Das ist halt schon mal viel.
00:21:30: Und der geht ... Ich hab dann mit den Soldaten auch gesprochen, ich sag so, ist das jetzt hier das Tempo?
00:21:34: Was die denn mit dem Muli gehen?
00:21:35: Nee nee, sagt sie, das ist schon deutlich schneller!
00:21:38: Die gehen schon strammenschrittes, die Mulis bergauf und bergab.
00:21:42: Wenn diesen Sattel aufgeschnallt bekommen, bläht sich der Bauch erst mal ein bisschen auf und sozusagen als Reaktion da drauf muss man immer eine Gurtrast machen.
00:21:53: nach kurzer Zeit, entspannt sich das.
00:21:56: und dann wird der Gurt noch mal so nachgezogen.
00:21:58: Und das ist gleiches eben auch bei längeren Märchen, dass wir immer nach einer Viertelstunde einen Gurtrast gemacht haben.
00:22:03: So nach dem Motto sitzt man Rucksack noch richtig?
00:22:05: Und habe ich alles richtig verstaut?
00:22:08: Und du hast eben bei vielen Leuten gesehen, dass die sehr konzentriert waren.
00:22:11: Habe ich alles dabei!
00:22:12: Also hab' ich meine Stöcke – viele haben so Stöcken diese im Gebirge nutzen –.
00:22:16: habe ich genug zu trinken?
00:22:18: Wo sind meine Gels?
00:22:18: Wo ist meine Riegel?
00:22:21: Hab', ich kann's dir dann je nachdem ob es eine Marsch-Erleichterung gibt, hast du noch ne Jacke an oder nicht?
00:22:26: Und du merkst eben, dass jeder darauf bedacht ist möglichst gut ausgestattet zu sein um das vor ihm liegende möglichst ja gut abzupsolvieren.
00:22:35: Hast Du dann Druck, dass Du irgendwas vergisst was die Gruppe affektiert?
00:22:41: Was die Gruppee auffällt oder negativ beeinflusst?
00:22:43: Ja weil also bei uns ging es jetzt gar nicht, dass jemand zurückgeblieben wäre weil du musstest... Also wir haben nach der Gurtrasse immer so alle Stunde glaube ich gerastet, also trinken Essen oder so.
00:22:56: Aber du merkst wirklich das jeder bedacht ist bloß an alles denken?
00:23:00: Also ist mein Schuh richtig gebunden, sitzt meine Kleidung richtig habe ich Zugriff auf alles weil klar du kannst mal kurz stehen wir im Rucksack ab und wenn du ein Regel- oder Gehehl brauchst oder irgendwas aber du kannst die Gruppe jetzt halt nicht lange aufhalten und das passiert dann immer wieder kann ja auch sein dass jemand verletzt dann bleiben Leute zurück und dann kommen die nach.
00:23:18: aber keiner möchte derjenige sein Und ich kann mir das schon auch gut vorstellen.
00:23:25: Wenn du das jetzt so beschreibst, was ist das für ein Gefühl?
00:23:29: Also den Radfahrer, den du beschrieben hast der dann über die Kuppe geht also dem ist es ja auch... Ich will nicht sagen peinlich aber natürlich ist es der Worst Case.
00:23:40: Was stimmt er mit mir nicht und was für ein interessanter Effekt einsetzt?
00:23:46: Für ihn die Form der Dankbarkeit, die er empfindet dass ihr da anhaltet ihm noch etwas gibt ... geklärt hat, ah Salz-Tabletten.
00:23:54: Never heard of that aber jetzt weiß ich es und aber auch euch gibt das ja irgendwie auch ein... also ich meine die Leute sehen dich jetzt nicht, aber du lächelst während du das erzählst ist ja auch ein schönes Gefühl jemandem Ich will nicht sagen aus der Patsche zu helfen aber etwas abzugeben was jemand anderer offenbar gerade braucht.
00:24:10: Allein schon also das, er schafft es jetzt wenigstens wieder ins Ziel und kommt für sich nur einigermaßen gut heim.
00:24:17: Und auf der anderen Seite vielleicht irgendwie okay du gibst dem halt irgendwo wieder ein Stück weit Wissen und auch hau mit anscheinend weil er von Thema Salz Natrium Kalium anscheint noch nicht viel gehört hat.
00:24:30: Da echt überrascht war so hey wer zur Hölle hat Salztabletten dabei?
00:24:35: Ja wenn ich zweihundert wochzehn Kilometer am Plan hab Ich glaube, dass das dann schon ambitioniert auch.
00:24:44: Das habe ich einmal gemacht und es dauert, hat dann sieben Stunden aber bist du halt total ausgenirkt.
00:24:49: also musst du halt eigentlich an Salz-Tabletten oder nicht nur an Kohlenhydrate und Flüssigkeit denken, sondern ein bisschen mehr vielleicht.
00:24:55: Aber ja ist definitiv ein gutes Gefühl wenn du sagst du kannst halt irgendjemand weiterhelfen Und ich glaube das ist der Grund warum wir beide das machen Warum was machen?
00:25:03: Weil du in gewisser Art und Weise immer irgendwie einen anderen Straße abholen kannst.
00:25:07: Dann sagst hey verbildlicht, irgendjemand an der Hand nimmst und sagst hey ich habe eine Lösung für dich.
00:25:13: Und ich helfe dir wie du da ans Ziel herkommst was auch immer das dann ist jetzt bei unserer Teiles unterschiedlicher Kontext aber so in großem Ganzen schon ähnlich um gleich zu
00:25:22: setzen.".
00:25:23: Also ich würde da wie gesagt beim nächsten Mal gerne noch etwas detaillierter zumachen weil oder die Detailler noch einsteigen weil ich glaube dass völlig unterschätzt wird Wenn du ein Projekt gemeinsam bestreitest als Team oder als Squad, oder als Gemeinschaft wie auch immer man das nennen will.
00:25:46: Sich noch mal völlig andere Kräfte entfalten auf die jeder wiederum zugreift.
00:25:51: also in so einer sozialen Gemeinschafter ist es ja so dass jeder etwas hat und der Gruppe zur Verfügung stellt.
00:25:57: Also wenn er's denn möchte und somit du gibst einen Teil rein und wenn die Gruppe aus zehn Leuten besteht kriegste halt ... zehn raus, was eigentlich geil ist.
00:26:05: Also du musst
00:26:06: noch... Ich könnte jetzt gerade voll drauf einsteigen.
00:26:07: also ich wäre ready für das Team.
00:26:10: Ja!
00:26:11: Wir können es aber gerne nächste Woche machen.
00:26:14: Mir wurscht, ich bin da flexibel offen.
00:26:18: Also können wir auch gerne jetzt schon machen und ich merke da oder wir machen dann nächstes Mal noch einen zweiten Teil weil ich gerne noch ein paar Studien mitbringen würde die sicherlich sehr spannend sind.
00:26:26: Dann
00:26:26: machen wir das gleich nächste Woche.
00:26:27: Dann lass uns das nächste Woche, muss man nur nebenbei schon mal etwas notieren?
00:26:32: Und ich weiß, was ich halt... Also klar wir sind jetzt gerade beim Thema Bundeswehr und die Parallelen zum Triathlon sind jetzt augenscheinlich nicht so groß.
00:26:40: Und doch sind sie es dann auch wieder.
00:26:43: Viele haben ja gesagt hey, warum machst du das eigentlich?
00:26:47: Wir haben irgendwie eine Zeitenwende und diese Situation ist anders als wir uns vielleicht noch vor fünf Jahren gewünscht hätten.
00:26:52: Ich bin an der Führungsakademie und tu dort etwas wo ich mir überlegt habe wie kann Mein Wissen und meine Erfahrung der Bundeswehr zur Verfügung stellen, bestmöglich.
00:27:01: Und das kann ich an der Führungsakademie eben, weil ich da für das tätig bin was ich eben im privaten auch mache.
00:27:07: Dann bin ich immer wieder in positiver Weise überrascht, was solche militärischen, ich will gar nicht sagen Operationen sondern vielleicht solche militärischen Lehrgänge oder solche Reisen mit dir machen und auch mit deinem Gegenüber machen, weil du bist da in der Gruppe von Leuten unterwegs.
00:27:29: Und jeder hat irgendwas was der andere nicht hat oder gerne hätte sei es Verpflegung, sei es Ideen.
00:27:35: Es gibt Leute die plötzlich dann anfangen Witze zu erzählen oder lustig zu werden... Wir waren nur auf einem Gipfel Kriptgefühl kreut so.
00:27:46: Und dann meinte der eine, hey Leute wir müssen echt ihr Wisstchen Todeszone und so das Weaver One Everest dürfen jetzt langsam wieder absteigen ins Basecamp weil sonst wir haben keine Sauerstoffflaschen dabei.
00:27:58: Das ist jetzt irgendwie nicht witzig aber du merkst dass es halt einfach so eine gewisse Fluffigkeit in den gesamten Kontext bringt.
00:28:12: Ich glaube die Kraft im Wir Einfach unvorstehbar groß ist und das oft vielen gar nicht bewusst ist.
00:28:19: Ja,
00:28:20: ich habe dir gerade schon Notizen durchgeschickt oder eine Notiz plus als reminder dass ich nächste Woche dran denke.
00:28:26: Bitteschön in zwei Wochen
00:28:28: Weil ja
00:28:29: was war denn?
00:28:30: Was
00:28:30: ich ursprünglich nämlich sagen wollte war also... Bevor wir kurz gesprochen haben vor der Folge, ich bin ja unfreiwillig natürlich.
00:28:40: Auf Insta werden mir dann irgendwelche Leute vorgeschlagen die natürlich auch in Rot gestartet sind oder in Hamburg oder in Frankfurt oder wo auch immer und nicht gerade wieder eingesehen habe, der ernsthaft also ein wirklich hochdramatisches Video gemacht hat er würde jetzt mit Iron Man und Trialon aufhören weil ich glaube die Vorbereitung auf Frankfurt war es oder so.
00:28:58: das hätte ihm die Lebensfreude geraubt.
00:29:02: Er hätte entschieden, dass jetzt ist Schluss und ich glaube er musste in Frankfurt aufgeben.
00:29:08: Ich weiß nicht wegen irgendwas... ...ich kriege es auch gar nicht mehr zusammen.
00:29:11: aber wenn ich das schon höre,... ...das hat mir die Lebensfreude geraubt.
00:29:14: und weil er ist dann vier Stunden Rolle gefahren und so... ...und dann habe ich nur so gedacht.
00:29:17: Selber schuldig!
00:29:19: Bitte?
00:29:20: What?!
00:29:21: Du bist vier Stunden Role... also ich bin in meinem Leben noch nicht vier Stunden rolle gefahren,... ...ich werde das auch nicht tun und ich hätte jetzt auch spontan nicht die Idee oder... ...wie wüsste ich nicht warum ich's tun müsste oder sollte?
00:29:33: Ich glaube, also ich bin ja nun auch einen tendenziellen Alleintrainierer und ich habe diese Woche im Gebirge wirklich echt auch genossen weil du als Teil einer Gemeinschaft dich auch – ich will nicht sagen ausruhen kannst.
00:29:45: aber du fühlst dich halt einfach anders als wenn du immer alles alleine machst.
00:29:49: Definitiv auf jeden Fall!
00:29:52: Ich würde einen harten Break machen, Fabian.
00:29:53: Wir fahren da jetzt ein Thema in Switch hinliegen und ich würd dir die fünf Fragen an den Kopf werfen.
00:29:59: Jetzt schon?
00:30:00: Okay!
00:30:00: Ja
00:30:01: klar, mal so zwischendurch.
00:30:02: guter Break jetzt und dann starten wir rein ins andere Thema, das wir gerne dann einleiten.
00:30:08: Was war die schwierigste Phase deines Lebens, die dich rückblickend zu dem Menschen gemacht hat der du heute bist?
00:30:15: Ich glaube, das war mein Studium als ich VWL studiert habe und relativ schnell gemerkt.
00:30:20: Habe neun-neunzig angefangen.
00:30:23: Ich hab vor Diplom in Hamburg gemacht und bin dann nach Freiburg gewechselt und habe relativ schnell bemerkt dass es eigentlich nicht mein Ding ist.
00:30:29: also im Sinne von ich kann mir nicht vorstellen irgendwie als volkswirtschaftlich Analyst oder so zu arbeiten oder einen klassischen Job machen den man als Ökonom macht.
00:30:40: Als ich nach Freiburg kam, hatte ich von nichts ne Ahnung.
00:30:42: Das war so anspruchsvoll dieses Studium zu Ende zu bringen obwohl Ich wusste dass ich da Nichts mit mache aber Darauf vertraut habe das etwas Positives daraus Erwachsen wird.
00:30:53: Ja So das hat mich glaube ich zu dem noch heute sehr gut.
00:30:58: Hattest du Frühe Überzeugung oder eine Ansicht wo Du Mittlerweile sagst Da lag ich für alles komplett falsch?
00:31:08: Ja, also beispielsweise was das Thema Leistung angeht.
00:31:13: Also ich war auch im Sportunterricht immer leistungsgetrieben so.
00:31:17: Ich bin immer angetreten.
00:31:18: Ich will eine Ehrenurkunde und die schnellste Tausend Meter Zeit haben.
00:31:21: Und ich konnte damals nicht einfach mal Sachen so machen.
00:31:25: Mittlerweile trainiere ich ja oft ohne Uhr oder jedenfalls ohne Uhr im Hintergrund in dem Sinne von ich will wissen wie schnell es war sondern ich habe einfach die Strecke erfasst damit ich weiß wann ich boh gefahren bin.
00:31:37: aber Dieses Mindset zu ... Training muss immer hart und anstrengend sein, so nütig.
00:31:42: Manchmal fahre ich auch einfach nur durch die Gegend.
00:31:44: Das wäre glaube ich früher gar nicht gegangen.
00:31:47: Ja, verstehe.
00:31:50: Thema ... Geht vielleicht aus ein bisschen in die heutige Zeit mit dem Social Media Game?
00:31:54: Ist ja alles immer schön und alles gut und toll und bei jedem läuft es.
00:31:59: Am Ende von heute geschaut ist bei jedem ... Ich würde mir sagen endlich aus.
00:32:02: jeder hat seine Probleme.
00:32:04: Jeder hat vielleicht auch seinen eigenen Zweifel.
00:32:07: Was waren so ... Deine, vielleicht auch deine letzten Zweifel die du gehabt hast und die du jetzt erinnern kannst.
00:32:14: Also da gibt es glaube ich viele was so jetzt auch die Firma angeht als sich die oder als wir die gegründet haben.
00:32:21: mittlerweile führe ich sie ja alleine die Firma.
00:32:23: Da gibt es immer wieder Zweife.
00:32:25: also bist du in der richtigen Richtung?
00:32:27: Oder bist du auf dem richtigen Gleis?
00:32:29: machst du das Richtige müsstest du mehr machen.
00:32:31: nur um anzuknüpfen an dass was du gerade gesagt hast ich glaube während ich VWL studiert habe ... hatte ich einfach, also ging es mir insgesamt nicht gut.
00:32:40: Weil mich das auch alles sehr überfordert war der Studium und ich hatte zu der Zeit einfach gar keine Kraft... ...und auch keine Kapazität mehr Trierlohn zu machen.
00:32:47: Also in den Jahren zwei Tausend Eins bis Zwei Tausends Fünf habe ich glaube ich gar keine Trierlons gemacht.
00:32:51: Und da hatte ich schon Zweifel ob das nochmal wieder zurückkommt in mein Leben.
00:32:55: Alle anderen haben immer gesagt ja und du musst doch mal einen Iron Man machen und so.
00:32:58: Ich bin froh wenn ich hier eine Sprint Distanz so mache dass sich da irgendwie nicht tausend Todes sterbe weil ich irgendwie tagtäglich unter Druck bin wegen meinen Studiums.
00:33:08: Und da hatte ich schon Zweifel, ob dieser Wunsch wieder Wirklichkeit wird.
00:33:13: So werde ich wieder trian mit sein.
00:33:15: Spannend!
00:33:16: Weil in dem Jahr zwei-tausend-eins bis zweitausendfünf habe ich gefühlt nur die Windel geschissen.
00:33:20: Ich bin zwar vier eingeschult worden also sieben Mal was du damals schon erlebt hast und welchen Lebenszyklus ich gerade war.
00:33:29: Also wirklich spannend dass das jetzt einfach so ein bisschen gegenüber zum setzen wie was du dir damals Gedanken gemacht hast wo ich nur keine Sorgen im Leben kann.
00:33:37: oder vielleicht einfach nur das, ob es mein Essen jetzt abends schmeckt oder nicht?
00:33:41: Das war vielleicht die Sorge.
00:33:44: Definitiv interessant!
00:33:46: Was glaubst du sehen Menschen in dir, dass du's selbst oftmals sogar nicht wahrnimmst?
00:33:58: Da was Menschen in mir sehen, was ich nicht wahrnehme... Ja, ich glaube, das ist schon so mein Anspruch, mein Qualitätsanspruch.
00:34:08: Also ich denke ja manchmal, wenn ich Veranstaltungen mache vorlesung oder auch Trainingsworkshops oder so.
00:34:13: Oder auch manchmal am eins zu eins mit Leuten arbeite dann habe ich ja einmal einen gewissen Anspruch was ich hineingeben möchte und ich denke dass es manchmal gar nicht durchdacht ist und andere wiederum sagen so boah das ist aber schon ganz schön anspruchsvoll!
00:34:25: Und ich denk dann immer so heh nein das ist jetzt... Ich hab dir, hey ihr müsst entschuldigen da ich bin noch gar nicht fertig gewesen.
00:34:31: So ja also.
00:34:32: Das
00:34:34: glaube ich kann dir ganz gut unterschreiben.
00:34:37: Wenn du deinem zwanzigjährigen ich, das gehen wir vielleicht mal so in die Studienzeit zurück.
00:34:43: Ein Rat geben dürft es.
00:34:45: Was wäre das?
00:34:48: Also ich glaube dass... Das stelle ich immer wieder fest, dass du Dinge im Leben nur bedingt.
00:34:56: Also wenn ich es ganz überspitzt formuliere, dann habe ich manchmal das Gefühl dass ich auch fast nichts Einfluss habe.
00:35:02: Also Dinge kommen so.
00:35:03: Das heißt nicht, dass ich mich in die Ecke setzen soll und darauf warte, dass das Leben passiert aber Ich hab irgendwie das Gefühl, dass Dinge ohne meinen Zutun passieren.
00:35:13: Wenn du ein Projekt anfängst, dann vertraue einfach darauf Dass die Kontinuität dich irgendwo an das Ziel bringt oder dir irgendwann eine Ausfahrt aufzeigt wo es dann vielleicht heißt, Mensch musst du jetzt nicht zu Ende machen.
00:35:26: Mach's doch lieber so.
00:35:27: und ich glaube dass ich im wahrsten Sinne des Wortes als zwanzigjähriger sehr verbissen war.
00:35:32: Ich habe mir einige, ich hab einige abgestorbene Zähne gehabt im Studium und ich glaub beim Nachgang damals das war Anfang der zweitausender da fing das mit diesen Schienen glaube ich gerade erst an aber das hat mir nie ein Arzt gesagt.
00:35:44: erst später ist mir klar geworden, dass sich glaube ich einfach so doll immer mit dem Kiefer aufeinander gebissen habe, dass ich, dass mir einige Zehen abgestorben sind.
00:35:51: eine Kommilitone meinte mal zu mir meinte sie mal zu meiner damaligen Freundin.
00:35:55: Bei Fabian sieht man immer gleich, wenn er angespannt ist weil dann sieht man so ganz leicht die Kieferknochen raus gehen ein bisschen raus und das stimmt auch.
00:36:03: und ich
00:36:03: glaube
00:36:04: bitte ja genau.
00:36:07: Und ich glaube heute würde ich meinem zwanzigjährigen Ich sagen also nicht als Anweisung sondern als hey versuch doch einfach Mal in eine stärkere Gelassenheit und ein stärkeres Vertrauen zu gehen dass was du angefangen hast Positives Ende nehmen wird mit der Energie, die du da reingibst?
00:36:24: Ja und ich glaube auch das kannst du eins zu eins auf dem Sport umwenden.
00:36:27: Das kann man vielleicht noch ganz kurz ausführen ist eh die fünfte Frage schon gewesen.
00:36:34: Du hast jetzt auch nochmal einen ganz wichtigen Punkt ergänzt.
00:36:37: dann in deiner Ausführung gerade weil vielleicht habt ihr mal irgendwie glauben können so ja vertraut auf es wird schon alles gut so ungefähr und es kommt wie es kommt, du kannst sie nicht beeinflussen Ist ja im Endeffekt so, aber du musst da trotzdem deinen Weg halt gehen und an deinem Weg irgendwo in gewisser Weise festhalten.
00:36:53: Vielleicht mir nachjustieren definitiv... Aber ganz alleine zufliegen wird es nicht!
00:36:57: Und das ist ja im Sport ähnlich.
00:36:59: also Du musst schon was tun dafür, aber vertraut drauf und es wird irgendwo Rückschläge geben und sehst nichts so verbissen wenn's mal nicht so läuft und das ist im Sport finde ich auch genauso.
00:37:08: Das würde mich interessieren wie Du das siehst.
00:37:11: Was machst Du mit Deinen Athleten?
00:37:15: Kredo wäre ja Vertrau darauf, dass am Ende etwas Positives herauskommt.
00:37:20: Das heißt ja nicht, dass nicht auch mal ein Rennen dabei ist was du vielleicht nicht finishst oder das du einen Rennen gar nicht erst machen kannst.
00:37:26: nur das was du hineingibst hat ja irgendwo in einem Outcome.
00:37:30: also dieses Training das was Du körperlich trainierst aber vielleicht auch mental trainieren und da warst du ausdauermäßig oder kraftmäßig.
00:37:37: Das hat ja irgendwohin einen Outcome selbst wenn man das jetzt nicht direkt im rennen sieht wie gibst du das deinen Athleten weiter?
00:37:45: Eins zu eins ähnlich, also nur eins zu eins gleich.
00:37:48: Nicht eins zu eines ähnlich.
00:37:49: aber am Ende von dem Tag ist es schon so dass wir immer irgendeine Rückschläge haben das wir nie einen linearen Progress haben und was ich halt immer weiter gebe.
00:37:59: auch des Themaes habe letztens mal copy and paste er weiter geschickt auch mit der Info das ist ja copy-and-paste weil ich das gerade an zwei drei Athleten zeitgleich das gleiche schreiben hätte können.
00:38:10: da gingen sie im Endeffekt rum dass wir einfach mal rauszummen aus dem Kosmos, aus einem Tag, aus dem einen Moment.
00:38:16: Aus der einen Einheit, sondern mal rausgehen in das große Ganze.
00:38:19: Du trainierst seit drei Jahren jetzt auf dem Triathlon und von wo kommst du?
00:38:25: Und wo stehst du halt jetzt?
00:38:27: Wenn ich aber nur die eine Einheit bewerte, in der es vielleicht gerade nicht gelaufen ist im Wasser zum Beispiel... Ja, da kann ich jetzt nicht viel bewerten.
00:38:35: Da werde ich immer mental strackeln und werde immer meine Zweifel haben weil es gibt viele Einheiten die einfach nicht so hundert Prozent gut laufen oder nicht besser laufen als die vorherrige sondern es geht doch darum okay wo stehe ich heute?
00:38:50: Wo stande vor drei Jahren oder vor zehn Jahren oder für fünfzehn Jahre vielleicht?
00:38:54: Und dann zum sanken hey der Weg!
00:38:56: Wenn ich den jetzt mal anschaue, der hat zwar Höhen und Tiefen.
00:38:58: Der ist irgendwo mal nettlich nicht herverlaufen aber ich bin auf mittlerweile einen ganz anderen Level.
00:39:03: Mein Schwimmperformance ist ganz anders.
00:39:05: Ich fühle mich viel wohler, ich fühle mir sicherer im Wasser dann habe er schon ganz ganz viel gewonnen.
00:39:09: und das vergessen wir Sportler finde ich ganz oft weil wir uns immer dem... Ist ja gut wenn man hier und jetzt leben aber weil wir halt immer in einem Moment auch bewerten da alles drauf anlegen und sagen, okay das war jetzt gut oder es läuft gut oder überhaupt nicht gut.
00:39:25: Aber einfach darauf zu vertrauen die eine scheisseinheitige gehört halt auch dazu.
00:39:29: Und dann muss ich jetzt durch.
00:39:30: Das ist jetzt wo ich geh früher aus dem Wasser raus ist ja völlig legitim.
00:39:33: aber im Nachgang zum Sagen Hat halt nett gepasst aus diversen Gründen.
00:39:38: Ich lern draus, mach's das nächste mal besser wenn es was zum Bessermachen gibt oder ich erhohe ihr okay.
00:39:43: warum ist im Wasser nicht gut gelaufen?
00:39:45: ja weil ich Stress auf der Arbeit gehabt habe und mein Kopf vielleicht nur in der Arbeit kängt ist und ich da die Einheit nicht freigestalten hab können.
00:39:54: Und das ist wirklich wie du das gerade sagst dieses Raussoumen Und zu schauen, wo bin ich eigentlich gewesen und wo bin jetzt.
00:40:03: Ich glaube die schlechte Nachricht ist das antrainierte Kapazität oder Wirksamkeit natürlich immer ruckzuck flöten geht also im Sinne von hast keine Ahnung eine Verletzung und trainiert zwei Monate nicht und dann sind viele Sachen schon weg.
00:40:19: Ja da stimmt!
00:40:21: Die positive Nachricht aber Du eben nicht immer bei null wieder anfängst, sondern manchmal brauch es ja einfach nur keep the ball rolling.
00:40:30: Ein bisschen practice so.
00:40:32: und ich sage auch immer you are what you practice also das was du regelmäßig machst.
00:40:38: Nimm dir nicht vor irgendwie jeden Tag drei Stunden zu trainieren, sondern nimm dir einfach vor jede Woche ein bisschen etwas zu machen.
00:40:43: Und ich glaube dann wie du sagst ist es ja ganz geil wenn du auf das blickst was du geworden bist.
00:40:53: Also, das geht ja auch nicht weg von heute auf morgen.
00:40:56: Definitiv und ich habe mal mit einer Athletin ging es darum so hey was macht ihr im Marathon?
00:41:01: Also gingen wir in Iron Man oder Challenge Rot.
00:41:05: wie gestaltet sie euer Mindset in so einem abschließenden Marathon?
00:41:09: und ich hab gesagt ja ich nehme halt irgendwo markante Punkte jetzt sind Rot zum Beispiel erste Wende zweite Wendepunkt dann nach Rot rein da Büchenbach oben so step by step irgendwie ran hangeln und so Zwischenziele setzen.
00:41:22: Manche machen das vielleicht noch klein, es sind Kilometer für Kilometer.
00:41:26: Das wäre für mich jetzt nichts.
00:41:28: Das vergeht ja gar nicht!
00:41:30: Und so macht sich jeder anders.
00:41:31: und sie kam da her und sagt Ja ich schau halt einfach was ich jetzt schon geschafft habe.
00:41:35: Ich bin ja schon drei Kommaach-Geschwommenen, schon hundert Achtzig Grad gefahren und jetzt hab' ich schon zehn Kilometer in die Beine.
00:41:40: Also eigentlich auf den Gesamtkosmos gesehen.
00:41:43: von der Einheit oder von dem Rennen Habe ich als meiste eigentlich schon Und das finde ich ist ein sehr interessantes Sichtweise dann auch wieder zum Schauen Was habe ich schon geschafft?
00:41:52: Weil das ist ja nur positiv, also das habe ich schon erledigt.
00:41:54: Das kann in mir nicht immer negativ auslegen.
00:41:58: Was kommt noch vor mir?
00:41:59: Das kann man immer negativ auslegen so... Oh es ist ja noch zehn Kilometer oder noch einen Anstieg oder noch irgendwas.
00:42:06: Das konnte immer negatif konnotieren.
00:42:07: aber das was ihr schon geschafft habt.
00:42:08: Es fällt mal ganz ganz schwer dass überhaupt negativ zu konnotiert
00:42:12: wird.
00:42:13: Ja ist ein geiler Punkt!
00:42:14: Also was hab' ich schon
00:42:16: geschafft?!
00:42:17: Und bei mir war das, um nochmal auf die Gebirgsreise zurückzukehren.
00:42:21: Ich weiß noch wie wir da diesen Schrecksattel-Reiteralp ist, dass glaube ich hoch sind und wie ich
00:42:26: am Anfang
00:42:27: dachte so Boah, der zieht es aber ganz schön dunkel rein.
00:42:31: So guck dich nach oben, zieht sogar ganz schön, bis ich gemerkt habe was das die Felswand isst und nicht dann so wo müssen wir eigentlich hin?
00:42:38: ja da oben?
00:42:39: Du stehst halt vor so einer Wand und denkst so Krass!
00:42:42: Da soll ich jetzt hoch.
00:42:45: Guten Wanderer wird sagen, wenn du damit nimm, beraubst du dich der ganzen schönen Erfahrung.
00:42:51: Ich gucke dann wirklich fast die ganze Zeit vor mir auf dem Boden also zum einen um sicher zu treten.
00:42:56: aber je mehr Du nach vorne guckst ist so weniger.
00:43:00: also vor Dich hinguckst es so weniger Bist du damit beschäftigt, auf wie viel habe ich schon und wie viel muss ich noch?
00:43:06: Und irgendwann denkst du ach krass!
00:43:07: Ich bin ja schon da.
00:43:08: So hab' ich jetzt gar nicht so gemerkt.
00:43:09: aber wenn Du die ganze Zeit an dieser Wand hoch guckst dann das ist so wie glaube ich wenn Du auf einer digitalen Anzeige... ...ich muss jetzt in Marathon laufen.
00:43:16: Ihr seid jetzt noch einundvierzig Komma neun, einund vierzig Koma acht, neun fünf und so weiter.
00:43:21: Dann nimmt das ja nie einen Ende
00:43:22: Definitiv, oder wenn du einen Ruh am Kanal nach vorne schaust.
00:43:26: Dann biegt sich der Kanal leicht nach links.
00:43:29: Da laufe ich jetzt da rum und dann sehe ich die Wände.
00:43:31: Dann läuft es darum, dann biegt sich der Kanal in fünf Kilometer wieder leicht nach rechts.
00:43:35: Ich sehe die Wende immer noch nicht!
00:43:38: Und ich muss das wieder zurück... Also es
00:43:40: willen!
00:43:41: Dabei ist die Laufstrecke in Rotja schon durch Büchenbach.
00:43:43: Früher war sie ja, ich bin ja noch in den Jahr zwanzigsechzehn das Jahr gelaufen, wo es noch die alte Laustrecke war, wo du das Gefühl hattest, dass sind ja überhaupt gar kein Ende mehr und der Kanal ist heiß und die Hitze steht und so.
00:43:55: Ja, ich finde das ein sehr wichtigen Punkt sich zu überlegen wie ... ... wie gehe ich eigentlich, also da sind wir wieder beim Angebot an mich selbst.
00:44:05: Wie gehe ich mit einer großen Herausforderung um?
00:44:07: Das habe ich auch bei der Bundeswehr gemerkt... ...wie jeder für sich natürlich so ein Commitment abgibt.
00:44:12: So hey!
00:44:12: Ich will das jetzt auch schaffen und ich will es gut schaffen.
00:44:14: Ich will hier nicht der Letzte sein.
00:44:15: Ich würde die Leute auf der Zeit rumstehen so nach dem Motto alle müssen warten.
00:44:19: Und ich glaube so macht's ja jeder beim Iron Man auch.
00:44:21: Also überhaupt mal mental abzustecken was liegt jetzt eigentlich vor mir?
00:44:27: wo stehe ich und wo muss ich noch hin?
00:44:29: Ja, auf jeden Fall Wir haben uns immer viel zu mehr erzählen, wir sind glaube ich wie so ein Radstuhl die jetzt Kaffee trinken könnte.
00:44:37: Ich habe mein Kaffees nebenbei.
00:44:40: Verlierer aber ein bisschen im Fahrt.
00:44:42: Wo wollten wir eigentlich hin?
00:44:44: Ich wollte mit
00:44:45: den fünf Fragen einen kurzen Break einleiten das wir leichter in den Neuen kommen!
00:44:49: Ja, wir wollten eigentlich dahin dass ich mit dir heute mal kurz das Thema anleuchten wollte.
00:44:55: kann man Dinge die einem sehr eindrucksvoll waren also insbesondere Rennen lässt sich so etwas wiederholen.
00:45:03: Weil ich immer wieder höre, dass Athleten sagen, das war so ein cooles Rennen und ich möchte es nochmal erleben oder ich hatte dieses Gefühl und ach, das ist so geil!
00:45:12: Ich will das noch mal erleben.
00:45:13: Oder vielleicht sogar toppen.
00:45:15: Und ich habe mich lange damit beschäftigt.
00:45:18: kann man Dinge eigentlich wirklich wiederholend?
00:45:20: Und ich bin Spoiler Alert zu dem Schluss gekommen... Natürlich kannst du das versuchen oder du kannst dir selber das Angebot machen, aber letztlich lassen sich Dinge nicht wiederholen.
00:45:30: Der Knotenpunkt oder der Stempel in Raum und Zeit ist da wo er ist und eben... ...der neue Stempeln wird ein anderer sein als der den du mal abgedrückt hast oder abgelegt hast.
00:45:41: Also würdest du es mit Nein beantworten?
00:45:43: Kann man sie wiederhol'n?
00:45:45: Ich glaube dass... Weil das Geile ist ja, dass du möchtest es ja wiederhol'.
00:45:50: Du kannst dich wiederhol', nein!
00:45:51: Du kannst nicht wiederholen, weil du möchtest ja genau das Gleiche.
00:45:56: Weil es natürlich so positiv war.
00:45:58: Aber jeder Versuch wird in einer anderen Konstellation dann enden und du wirst vielleicht etwas anderes erleben was Anders gut ist so.
00:46:08: Aber ich weiß noch, wie Timo Bracht hat irgendwie auch nochmal gesagt als er das letzte Mal in Rot gestarrt ist es noch einmal Gänsehaut klar!
00:46:14: Gut Gänselhaut kannst du noch mal erzeugen aber viele haben ja so eine spezielle Vorstellung davon wie ein Rennen Ja und dann wie aus dem Wasser lief's da schon so und so und dann bin ich aufs Rad Und dann habe ich ne schnelle Gruppe erwischt und genauso möchte ich es nochmal haben.
00:46:28: Aber dann sagst du schon, eine Variable habe ich in der Gruppe erwischt.
00:46:32: Die gleiche Gruppe wird aber nicht zum gleichen Zeitpunkt wieder ein Jahr später da sein.
00:46:35: Sonst sind andere Leute da.
00:46:37: Dann läuft das Ganze schon mal ganz anders.
00:46:39: und ich glaube auch, also ich gehe da voll mit, bin genauso der Meinung ist, wirst Du nicht wiederholen können?
00:46:47: Vielleicht irgendwie mit Glück nur, mehr oder weniger Glück nur ein Ergebnis wiederholen.
00:46:51: Also sagst du okay ich kriege die gleiche Zeit wieder oder schneller aber selbst da muss der auch sagen sind es andere Bedingungen.
00:46:57: also eins zu eins wiederholend kannst du's nicht.
00:46:59: und ich glaube auch das genau des löste die Emotionen aus dass sich bestimmte Schwierigkeiten in der Vorbereitung hatte bestimmte Immunzironen durchlebt hat bestimmte vielleicht ein Trainingslager gemacht habe und ich verbinde zum Beispiel auch mit verschiedenen Wettkämpfen, verbinde ich zum Beispiel unterschiedliche Musik-Bands.
00:47:20: Also ich hab' im Jahr zwanzig achtzehn, neunzehnt zum Beispiel ganz, ganz viel Samforty One anhört.
00:47:26: Das ist was, das damals halt irgendwie in der Lebensphase, was ich viel gehört habe und da verbinde ja z. B die Rennen!
00:47:34: Und es ist eine Emotion.
00:47:35: nicht wenn du jetzt Samfordy One hörst dann war krass Ruhr zwanzighneunzehn Da habe ich eine gewisse Relation dazu.
00:47:41: Wie will ich das wieder gleichsetzen?
00:47:44: Sagen Sie mal, weil ich werde nie das Gleiche leben haben, was ich im Studium in den letzten Jahren gehabt habe.
00:47:54: Also das wäre ich nie mehr irgendwie eins zu eins gleich nachmachen können und dann wäre ich definitiv kläglich dran schalt.
00:48:01: Dann wird es super unzufrieden sein wenn ich versuche da irgendwie die Emotionen wieder herbeizumrufen oder irgendwie das gleiche ... zu erleben, was ich damals erlebt habe.
00:48:11: Aber es ist geil wie du das sagst weil genau so geht's mir auch... Ich hab natürlich zu unterschiedlichen Rennen auch unterschiedliche Lieder die ich manchmal irgendwie bis in meine Timeline geflutscht oder ich hatte irgendwas.
00:48:20: und ja es ist eine Versuchung zu glauben wenn ich mit dem Lied und Damm und So und Das dann erstellt sich das ein und ich glaube also für mich es ist zum Scheitern verurteilt.
00:48:35: Ich hatte beispielsweise, wenn ich in Schweden früher Urlaub gemacht habe, hatte ich immer die Idee ... Wenn ich dort Sachen gegessen oder getrunken hab also gerade gab da irgendwie so ein ... Apfelsieder oder so dann habe ich mir einfach Dosen mitgenommen nach Deutschland und gedacht dann kannst du dir doch im Herbst trinken.
00:48:50: Ja vergiss es Fabian!
00:48:52: Das Zeug habe ich weggekippt weil das überhaupt nicht geschmeckt hat.
00:48:54: so Und der Versuch etwas zu wiederholen ist einfach zum Scheitern verurteilten.
00:49:01: Ausgangspunkt war ja der so, ich will dieses geile Gefühl wiederholen.
00:49:05: Ich will das nochmal haben und glaube dass auch viele Leistungssportler, Profisportler davon getrieben sind die wollen halt dieses Gefühl keine Ahnung eine Etappe bei der Tour de France gewonnen zu haben den Rennen angeführt zu haben oder gewonnen.
00:49:17: sie wollen es wiederholern und stellen dann fest dass aber ein komplexes Konstrukt ist aus Gefühlen Gedanken Verkörperungen und sich im Zweifel das was du suchst ihr nicht einschältet.
00:49:26: Ich weiß da haben wir schon mal ne Folge zu gemacht Und mein Prädoyer ist eben immer, gibt jedem Rennen die Chance den Stempel sozusagen in dein Erlebnisbuch zu machen der dafür vorgesehen ist und nicht den, den du gerne hättest.
00:49:39: Es wird jedes Rennen anders sein und natürlich streben wir irgendwo immer nach... den besten und dem höchsten positivsten Gefühl, was wir irgendwie herbeirufen können.
00:49:50: Aber es wird sich nicht einstellen,
00:49:53: v.a.,
00:49:53: wenn man aktiv dann noch sucht.
00:49:54: Und ich persönlich bin eher immer so, dass ich das hinterher realisiere wie schön das eigentlich war.
00:50:00: Zum Beispiel im Urlaub ist währenddessen cool macht Spaß is nice!
00:50:04: Und dann ein paar Wochen später, wenn sich die Eindrücke mal setzen und wenn ich das alles mal relativiert habe und vielleicht auch wieder einen Gegenpol mit einem Alltag geschaffen hab realisiere ich eigentlich, wie schön die Zeit war.
00:50:14: Und das ganze Arbeit genauso auf Rennen zum Beispiel, zwanzig vierundzwanzig habe ich im Moment gar nicht so krass erlebt, wie es jetzt im Nachgang erleb, mein sportliches Sonnen Wie gut sie eigentlich laufen ist.
00:50:27: also Ich weiß nicht ob damals im Winter war auf Teneriffa da einfach wirklich so eine übes schöne Zeit gehabt weil der auf Ternarifaschameral gefahren ist, der weiß warum Wenn du Berge fahren willst und kannst dann macht Ternarrifa unglaublich viel Spaß.
00:50:42: Ich habe damals in Porto de la Cruz gewohnt, das war auf der Nordwestseite, Nordwestküste.
00:50:48: Für mich einfach echt eine schöne Stadt, laufen war Katastrophe was Hügelig ist aber ich hab meine Lungenrads auf der Bank gemacht.
00:50:54: es hat irgendwie Spaß macht geprägt.
00:50:56: da war irgendwie auch so etwas einschneiden.
00:50:58: das war also positiv gesehen.
00:50:59: aber weil Da war immer eine Community da, das sind wir schon wieder beim Thema von vorher.
00:51:03: Da waren Schweizer Sperrwerfer und Diskus und Kugelstoßer da, Hürdenläufer da... Also es war alles mögliche vertreten und du drehst deine Long Run runden und hast auch da wieder so einen gewissen Austausch mit anderen Athleten was eigentlich ziemlich ... witzig und interessant war, komischerweise waren jede Woche gefühlt die gleichen Athleten da.
00:51:22: Und das ist was wo ich sage, dass kann ich nie mehr so herbeirufen, weil man in dem Moment gar nicht so bewusst damit vielleicht eher so drüber aufkriegt.
00:51:29: Ich würde gerne einen Long Run irgendwo in Deutschland machen bei milden Temperaturen hier immer ein wellig flachen gefilternder Donau entlang wie auch immer.
00:51:38: Da haben wir eher so darüber aufgelegt, was habe ich nicht?
00:51:40: Und im Nachgang wenn ich zurück schaue, das war so eine geile Zeit, weil es Radelfahren waren.
00:51:44: Traum, du fährst auf die Hochebene auf ca.
00:51:48: Es ist wie eine Mondlandschaft, es ist wirklich wunderschön.
00:51:52: Und da hat so dem Zeitpunkt gemacht.
00:51:55: die Form ist gut und läuft alles.
00:51:57: Ich hätte nie gedacht dass sie zu diesem Zeitpunkt schon so gut ist.
00:52:00: Also Sankt-Pöltenliefer dann überragend.
00:52:02: Das war das erste mal wo ich nach außen rauszumte und dann realisiert habe was... eigentlich gerade abläuft und was eigentlich gerade möglich ist.
00:52:11: Und da haben wir dann angefangen, so ja vielleicht aus dem acht Stunden dreißig Projekte können wir vielleicht doch eher so Richtung acht zwanzig oder vielleicht acht fünfzehn gehen bis man dann realisiert um okay es läuft zu gut das acht fünfzen Ansicht mehr als realistisch ist.
00:52:27: Das war rückblickend einfach brutal geile Zeit.
00:52:31: Und das finde ich also bei mir wenn ich so durchblätter Also ein Rennen bietet sich ja so mir da, wie es sich mir darbietet.
00:52:39: Und ich habe schon Regenrennen gehabt und Rennen mit Kält.
00:52:42: Ich war mal in Dublin, hab gerade meine Badekappe wieder in den Händen gehabt wo es keinen Einschwimmen gab.
00:52:47: Kein Einschwimm war einfach nicht möglich hatten die Veranstalter nicht vorgesehen ... und macht man eine Mitteldistance mit ohne Wasserkontakt.
00:52:57: Also du ziehst dir nur den Neo an, hast keinen Nullkontakt zum Wasser... ...und schwimmst dann, ... ... das waren irgendwie zwei Komma drei oder so.
00:53:04: es die Schwimmschecker war auch falsch vermessen,... ...du schwimmest dann einfach zwei Kilometer im... ...fünfzehn Grad kalten Wasser alter!
00:53:10: Aber ich muss ja gerade selber lächeln, wo ich darüber nachdenke.
00:53:13: Das sind halt einfach schöne Erlebnisse und ich glaube eben dass dieser Wunsch ein Rennen zu wiederholen nicht... ... oder etwas zu wiederholen nicht funktioniert.
00:53:25: Und deshalb versuche ich immer, rennen und du ja wahrscheinlich auch... ... mach das draus was sich dir da offenbart?
00:53:34: Und es ist ja auch ganz schwer kalkulierbar so ein Rennen.
00:53:37: Also jetzt hast du mit Sicherheit mehr Drittel und Erfahrungen als ich.
00:53:42: aber die Wettkämpfe mal zurückschauen.
00:53:45: wie
00:53:47: Gab es Wettkämpfe, die gleich waren?
00:53:49: Wo sagst du ja da ist mir das Gleiche passiert und es war gleich.
00:53:52: Und es war kalkulierbar!
00:53:53: Ich behaupte nicht.
00:53:55: Wobei doch ich glaube dass... Also ich mache auch gleich den Schnitt.
00:54:01: Ich habe schon Rennen erlebt, die sehr identisch waren und die kann ich mich eigentlich gar nicht erinnern.
00:54:06: Die waren auch total unspektakulär.
00:54:07: Ich hab mich während des Rennens auch nicht besonders gut gefühlt.
00:54:09: Das waren eher so Trainingseinheiten.
00:54:10: weißt du wo alles so spannend ist?
00:54:13: es ja eigentlich erst ... das Dinge passieren, die du... Ich bin mal bei mir im Ort Triathlon.
00:54:19: Also da wo ich groß geworden bin in den Büchen gestartet und ich war so nervös irgendwie,... ... dass ich losgeschwommen bin und gemerkt habe,... ...dass ich meine Schwimmbrile noch oben so auf der Kappe hab.
00:54:29: Weißt du?
00:54:31: Wie schön sie los ist.
00:54:32: Hey!
00:54:32: Und ich weiß gar nicht was ich dann gemacht habe.
00:54:34: Aber ich glaube, da bin ich erstmal fünfzig Meter geschwommen... ...und hab' die dann an der Wende schnell aufgesetzt.
00:54:38: Du denkst dann ja in dem Augenblick, du hast jetzt drei Minuten verloren.
00:54:41: Mindestens.
00:54:42: Minimum.
00:54:43: So.
00:54:44: Ich denke so, was mache ich denn jetzt?
00:54:45: Na ja du hältst jetzt an und setzt die Brille auf.
00:54:46: Fertig!
00:54:49: Ja, spannend.
00:54:50: Ja aber im Endeffekt ist es sehr oft so dass die Wettkämpfe nicht gleich sind und auch nicht reproduzierbar sind.
00:54:56: also auch zusammen kriege ich holen wir jetzt da die die gleiche Strategie und das allegleich den gleichen Ablauf wieder her.
00:55:03: Das funktioniert er wirklich nur bedingt und dementsprechend wird's immer so sein, dass man dann enttäuscht, sobald man versuchen das irgendwie perfektionistisch vorzubereiten, perfektionistisch dann irgendwie abzuliefern.
00:55:15: Dann werden wir immer enttäuscht sein und das hatte ich jetzt auch mit einem Athleten wieder.
00:55:19: Am Anfang ist doch so... Wir haben irgendwo einen perfekten Tag, den wir hochrechnen mit unseren Leistungen.
00:55:26: einfach nur ein blumpes Beispiel.
00:55:28: Wir schwimmen eine Stunde, wir fahren vier Stunden, forty-fünf Grad, dann sind wir bei fünf Stunden forty-five und dann laufen drei Stunden Marathon und dann sind man bei acht Stunden forty oder habe ich richtig gerechnet unter unter neun Stunden definitiv machbar sein.
00:55:45: Wenn man das so hochrechnet, die einzelnen Disziplinen und sagt okay, das sind die einzelne Leistungen... Gut!
00:55:51: Das kühle ich hin.
00:55:51: aber wenn ich jetzt danach strebe und sage ich will oder muss das erreichen?
00:55:55: Oder ich will es erreichen?
00:55:56: Dann sag ich dann bis zum Scheitern verurteilt weil das sind oftmals die Berechnung, die wir auf Hochrechnung machen.
00:56:02: Die sind ja immer irgendwo im Best Case.
00:56:05: D.h.,
00:56:06: so mache's ich
00:56:07: z.B.,
00:56:08: ich weiß das Ableisten kurz vor dem Bettkampf und dann sage ich, da will ich jetzt maximal nahe hinkommen.
00:56:15: Und so war es ja bei uns auch.
00:56:16: Wir haben da was im Acht Null Acht Fünfzehn Projekt.
00:56:20: Gemeinsammerkt gesagt wenn alles perfekt läuft, dann kommen wir mit Achtnull Aachtens Ziel.
00:56:26: Aber ihr wart ja bewusst das wird nicht perfekt laufen!
00:56:28: Dann geht's ja darum wie nah komme ich jetzt an meine acht Stunden Acht hin?
00:56:32: Das waren halt acht Minuten langsam.
00:56:33: also bin ich bei Acht Sechzehn reingekommen Und das ist, finde ich ganz wichtig uns das zu verinnerlichen.
00:56:40: Auch das können wir halt nicht reproduzieren und ich kann deshalb nicht irgendwie eins-zu-eins umünschen was in der Theorie möglich ist.
00:56:48: Ich muss halt immer schauen ok was kommt für äußere Einflüsse und die machen das im Endeffekt ja dann auch wieder so wertvoll und so emotional.
00:56:55: das Rennen weil ich genau weiß hier und da ist irgendwas nicht gut gelaufen oder habe ich eine falsche Entscheidung getroffen?
00:57:00: ... angeblich in perfekten Zeiten einfach ab.
00:57:07: Was ist das Fazit?
00:57:08: Das Fazit ist...
00:57:11: Versuchst du es gar nicht!
00:57:13: Ja, gebe jedem Rennen die Chance ein besonderes zu werden und zwar nicht geben ich nicht klar.
00:57:19: Du kannst auch sagen, gebe jeden Rennen eine Chance des Bestens zu werden aber gebe jedem rennen die Chance einen besonderen zu werden.
00:57:25: Einen sehr besonderen so.
00:57:26: Und
00:57:27: erwarte nicht das Gleiche
00:57:28: Entwarte nicht das gleiche, ja genau.
00:57:30: Ich glaube, dass es einfacher ist gesagt als getan weil ich glaube wir alle sind natürlich manchmal so geflasht von irgendwelchen Schwimmzeiten Radzeiten auch Gefühlen beim Laufen und das.
00:57:40: ich will das noch mal erleben.
00:57:42: und dann kommt's dann doch anders.
00:57:44: Und dann bist du auf der Jagd nach einer schnellen Schwimmzeit und dann wird der Radsplit plötzlich geil.
00:57:47: oder Du bist irgendwie auf der jagd nach einem fetten Radsblitt und merkst bei dem Marathon Ey Geil, so groß hatte ich jetzt gar nicht erwartet.
00:57:55: Ja, und das Ähnliche ist ja mit den Zeiten auch.
00:57:58: Also wenn ich jetzt ... Ich will jetzt einen Ramekant entspringen aber am Anfang lag es doch auch so, wenn ich sage, würde noch mal ein Rot starten und ich will wieder die Achtzechzehn knacken, sag' ich da ist die Wahrscheinlichkeit dass ich enttäuscht bin wenn ich das wiederholen will dieser immens hoch.
00:58:14: weil wer sagt dass die Bedingungen ähnlich sind?
00:58:17: Wer sagt aus die Form, dass die Entscheidungen ähnlich gut sind?
00:58:21: Die ich da treffe jede Sekunde lang Und dann ist das eigentlich zum Scheitern verurteilt.
00:58:25: Da müssen wir uns irgendwo auch daran gewöhnen, dass es anders laufen wird und mit hoher Wahrscheinlichkeit anders laufen kann oder andersrum anders laufen können und mit Hohe Wahrscheinlichkeiten anders laufen werden.
00:58:37: Wir sind dann irgendwo an einem Punkt wo wir vielleicht die Messlatte extrem hoch haben.
00:58:42: Zum Beispiel hey!
00:58:43: Das waren perfektes Rennen und die Emotionen waren überragend und genauso willig.
00:58:47: Oder die Zeit ist überragende Ja, aber wie gesagt es ist nicht linear also es wird nicht ewig nach oben gehen.
00:58:53: Es wird auch bescheidene Wettkämpfe geben und wenn ich hoch nochmal machen würde kann's gut sein dass wir mit acht vierzig ins Ziel rein marschieren und sagen war hoffentlich trotzdem ein geiler Tag ja aber da dürfen wir daran gewöhnen das das net immer irgendwie besser wird.
00:59:09: Und manchmal ist es eben auch so, für mich gibt's auch Rennen.
00:59:11: Das sind Rennen für meine eigenen Geschichtsbücher.
00:59:13: die stehen da auch sehr gut und ich freue mich immer wieder... ...und ich bin nicht graben in dem ich sage ja das hätte noch besser laufen können sondern einfach das war geil.
00:59:19: So und ob es nochmal wieder kommt weiß ich nicht.
00:59:22: Ist es ja da?
00:59:22: Ich hab sie.
00:59:25: Wir werden die nächste Folge zum Thema Team machen also soziale Gemeinschaften.
00:59:31: das finde ich wichtig.
00:59:32: Ich werde was...ich habe deine Notizen mir schon reingeladen und werde meine mal dazu fügen und dann freue ich mich wenn wir uns in zwei Wochen sehen zu dem Thema.
00:59:42: Ich glaube, das wird richtig gut.
00:59:44: Ja definitiv!
00:59:45: Ich freue mich darauf und wünsche euch noch eine erfolgreiche Woche.
00:59:49: und bis dahin ciao.
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